Schmuck

Ein glänzender Fund aus Afrika – de Grisogono

Die L'Officiel Schweiz Oktober-Ausgabe erschien parallel zur Enthüllung von "The Art of de Grisogono" in Hong Kong. Das Auktionshaus Christie’s und der Juwelier haben in einer Partnerschaft eine einzigartige Halskette aus dem Erbe Afrikas geschaffen: Die "Creation 1".
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Auf den Laufstegen von Paris, Mailand, London und New York werden Trends gesetzt. Dies gilt nicht nur für Kleidung, Schnitte und Materialien, sondern auch für Accessoires und Schmuck. Jede Saison bietet den Kundinnen wieder neue Must-Have-Pieces, die wir begehren und unbedingt haben möchten. Was ist es aber, das wir schon immer besitzen wollten, und das auch für die Ewigkeit geschaffen ist? Diamanten! Sie stehen seit Generationen für Reichtum und Schönheit und bringen die Augen vieler zum Leuchten.
Diamanten sind aber nicht nur optisch ein Blickfang, sie stehen auch oft für neue Abschnitte im Leben: Die frisch gestochenen Ohrlöcher werden bei Mädchen oft mit den ersten Diamanten geschmückt und der Bund fürs Leben mit einem diamantbesetzten Verlobungsring gefeiert. Diamanten zieren oft auch klassische Erbstücke, die wir über Generationen weitergeben, um damit ein Stück Familiengeschichte zu bewahren. 

Doch jene Diamanten, mit denen unsereins sich für gewöhnlich schmückt, sind echte Winzlinge im Vergleich zu jenem, der in der angolanischen Provinz Lunda Nortagefunden wurde: In der Liste der grössten je gefundenen Rohdiamanten steht er an 27. Stelle. Dieser weisse Diamant von 404 Karat steht für eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Christie’s und de Grisogono.  

In seiner Rohform wurde dieser besondere Diamant bereits einem ausgewählten Publikum präsentiert: Am Filmfestival in Cannes im Mai 2016 wurde er im glamourösen Hôtel du Cap-Eden-Roc enthüllt. Bald wird er aber auch für ein grösseres Publikum zu bestaunen sein, denn die Kette, in der er verarbeitetet wurde,wird am 28. September in Hong Kong präsentiert und reist anschliessend nach London und New York und zum Schluss nach Genf, wo das Schmuckstück von "The Art of de Grisogono" in Zusammenarbeit mit Christie’s an einer Auktion versteigert wird.

Creation 1

Doch wie wurde aus diesem prachtvollen Stein ein ebenso prachtvolles Schmuckstück? Am 15. Dezember 2016 wurde er vom GIA (Gemological Institute of America) als Diamant vom Typ D Flawless, der höchsten Qualitätsstufe, anerkannt. In Belgien wurde er dann erneut von Experten exakt unter die Lupe genommen, bevor es für ihn weiter nach New York ging. Dort führte sein Weg direkt an die exklusive 5th Avenue, wo man die besten Edelstein-Handwerker findet. Denn die Bearbeitung eines solch besonderen Stücks braucht präzise Recherchen, die erfahrensten Experten und viel Zeit. Der Diamant wird erst über Wochen genauestens unter die Lupe genommen, um den bestmöglichen Weg zu finden, den Stein zu spalten. Es gilt das Beste herauszuholen ohne dabei den Stein zu verletzen. Selbst für die erfahrensten Fachleute ist dies immer wieder eine Herausforderung. In unserem Fall spaltete einer der weltweit erfahrensten Spalter, Ben Green, den Stein erfolgreich und erzählte danach stolz, wie glücklich er sei, an der Schaffung eines solchen Meisterwerks beteiligt gewesen zu sein.

Fawaz Gruosi sagt zu de Grisogono’s kompromissloser Handwerkskunst: "Wir arbeiten immer mit viel Liebe an einem Stück und messen weder die Arbeitszeit noch die Kosten. Der einzige Unterschied bei dieser Kette ist dass ich mir nie gedacht hätte, einmal mit einem Diamanten von 163.41 Karat in dieser Qualität zu arbeiten."

Nach gut einem Jahr reiste der Diamant dann von New York direkt in die Ateliers von de Grisogono in Genf. Was jetzt noch fehlte, war das passende "Kleid" – derDiamant musste in ein tragbares Schmuckstück integriert werden. An der Verarbeitung des grössten Diamanten, der jemals in Angola gefunden wurde, warennatürlich nur die Besten der Besten beteiligt. 

Für den Gründer und kreativen Kopf von de Grisogono, Fawaz Gruosi, ist es eigentlich nie ein Problem, ein schönes Design zu kreieren. Doch er will kein herkömmliches oder schon tausendmal gesehenes Schmuckstück kreieren – es muss speziell sein, wie der Diamant: "Am Schluss habe ich es geschafft, mich auf neun Entwürfe zu konzentrieren, aber das ist wie neun Kinder zu haben – die Schwierigkeit ist, einen davon auszuwählen. Ich habe mich dann für den Entwurf entschieden, der am Besten um den Stein herum aufgebaut ist – schliesslich soll der Diamant im Vordergrund stehen. Fast wie bei einer Königin, die von einem Haute Couture Kleid eingekleidet ist". 

 

Das Team schaffte es, in weniger als 20 Monaten die «Creation 1» von "The Art ofde Grisogono" fertigzustellen. Das Endprodukt ist eine Kette, die einen schon als Skizze zum Träumen verleitet. Eine Kreation, deren Hauptstein nach der Verarbeitung noch immer 163.41ct wiegt und somit der grösste "Emerald Cut D Flawless"-Diamant ist, der jemals an eine Auktion gelangte. Evan Smith vom GIA sagt: "Wir versuchen das Geheimnisvolle an grossen, chemisch reinen Steinen zu erforschen. Denn diese Art von Steinen hat eine sehr charakteristische Oberfläche, die sie von anderen Diamanten unterscheidet. Es scheint, als ob dieser Diamant auf eine andere Art entstanden ist. Dieser aussergewöhnliche und pure Diamant macht es einem schwer zu verstehen, wie er überhaupt entstehen konnte". 

 

Finale

Die Umsetzung der finalen Skizze wurde schliesslich von fünf Meistern ihres Fachs im Atelier in Genf ausgeführt – eine Prise Swissness in einem internationalen Meisterwerk. 

Um eine markante Farbvielfalt zu erzielen, wurden grüne Smaragde gewählt, um den einzigartigen Stein in dem Schmuckstück zu begleiten. Das Resultat ist eine Halskette mit Diamanten im Baguetteschliff auf der einen Seite und leicht beweglichen Smaragden im Birnenschliff auf der anderen Seite. "Creation 1" ist, wie es der Name schon sagt, das erste Stück der Kollektion. Es überzeugt durch die Beweglichkeit der Steine, seine Asymmetrie, die spezielle Farbkombination und deneinzigartigen Hauptstein.

Das Haus de Grisogono steht für hohe Handwerkskunst, atemberaubende Kreativität und Glamour pur. Auch mit diesem Design bleibt der aus Beirut stammende, in Italien aufgewachsene Fawaz Gruosi seiner Marke treu, und wir sind uns sicher, dass auch seine neueste Kreation bald am Hals einer schönen Dame über den roten Teppich geführt wird.

 

 

Ausstellungen gemeinsam mit Christie’s
Hong Kong: 28.9 – 1.10
London: 4.10 – 7.10
New York: 3.11 – 6.11
Genf: 9.11 – 14.11 (Auktion: 14. November)

 

Image Credits: ZVG

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