Schmuck

Bucherer und die bunte Welt der Farbedelsteine

Der Juwelier Bucherer ist bekannt für qualitativ hochstehende Schmuckstücke und perfekte Schweizer Handwerkskunst. Die Zahl 1888, die ein Bestandteil des Bucherer-Logos ist, steht für das Gründungsjahr. Früher wie auch heute werden alle Kollektionen in den Ateliers in Luzern kreiert – nun erscheint eine neue Fine-Jewellery-Kollektion, die von der New Yorker Schmuckdesignerin Yunjo Lee designt wurde: Tauchen Sie ein in diese Welt der farbenfrohen Steine.
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Jewellery Designer Yunjo Lee.

Im Park Hyatt mitten in Zürich findet das Interview von L’OFFICIEL Schweiz mit der Schmuckdesignerin statt. Zu Beginn erklärt der Direktor der Abteilung Schmuck, Matthias Heimberg, wie es zu dieser Kooperation gekommen ist und welche Werte Bucherer mit dieser Kollektion verfolgt. Zwei Aspekte sind eigentliche Herzensanliegen: "Zum einen möchten wir jünger und frischer auftreten, und zum anderen die junge und trendbewusste Kundin ansprechen."

L’OFFICIEL Schweiz: Yunjo Lee, können Sie sich an Ihr erstes Schmuckstück erinnern?
Yunjo Lee: Nein, leider kann ich mich nicht mehr erinnern. Allerdings habe ich eine Erinnerung aus meiner frühen Kindheit in Korea. Dort gab es eine Spielmaschine, mit der man Armbänder in verschiedenen Farben ersteigern konnte. Ich weiss noch genau, dass ich mich nie entscheiden konnte, welche Farbe es sein soll, und daher wollte ich immer noch eines. Es gibt auch ein Foto von mir, auf dem ich ein weisses und ein blaues Plastikarmband trage. Sie sehen, ich habe mich schon früh für Schmuck interessiert (lacht).

Eine schöne Geschichte. Dann war es für Sie ein Kindheitstraum, Schmuckdesignerin zu werden?
Als ich ganz klein war, wollte ich Künstlerin werden. Ich zeichnete und malte für mein Leben gern, und diese kreativen Prozesse bereiteten mir so viel Spass, dass ich immer wieder neue Ideen hatte. In der Familie meines Vaters gibt es zwei Künstler – sie waren die grossen Vorbilder meiner Kindheit, und ich wollte immer genau so werden wie sie. Aber um auf Ihre Frage zurückzukommen: Schmuckdesign war dann doch eher eine zufällige Entscheidung.

Was war Ihre Inspiration für die "Peekaboo"-Kollektion?
Von der Geschichte und dem Erbe von Bucherer war ich sehr inspiriert und habe mich lange damit auseinandergesetzt. Schlagwörter wie "Romantik" und der Glanz von Marie Antoinette haben die Kollektion stark beeinflusst. Der Leitgedanke war eine klassische Figur aus vergangener Zeit, die noch immer die neue Generation prägt und diese beeinflusst. Ich habe versucht, diesen interessanten Prozess direkt in jedes einzelne Schmuckstück zu transportieren. 

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Nachdem die Inspiration da war – wie haben Sie mit dem kreativen Prozess angefangen?
Ich beginne immer mit einem Bild. Für Bucherer war es eine "moderne Antoinette". Sie verkörpert für mich eine selbstbewusste Frau mit eigenem Stil und grosser Lebenslust – genau das, wofür Bucherer ebenfalls steht.

Welche Farben ziehen sich durch die "Peekaboo"-Kollektion?
Da unser Fokus vor allem auf jüngeren Frauen liegt, gibt es drei Pastelltöne: Rosa, Hellblau und Hellgelb.

Haben Sie ein persönliches Lieblingsstück aus der Kollektion?
Nicht nur eines (lacht). Aber die Ringe und die Bracelets finde ich am schönsten. Da ich mich grundsätzlich nicht gern entscheide, ist es mit Ringen und Armschmuck am einfachsten, denn ich kann mehrere miteinander kombinieren und so mit den Farben spielen.

Sie sind in der Kunstwelt zu Hause. Inwiefern hat Kunst Ihr Leben beeinflusst?
Es ist nicht so, dass ein spezielles Kunstwerk mich inspiriert. Für meine Arbeit erstelle ich immer ein ausgeklügeltes Konzept. Allerdings interessiere ich mich sehr für Contemporary Art und Mode, und das beeinflusst auf ganz natürliche Weise meine Arbeit und auch mein alltägliches Leben.

Sie designen für verschiedene Labels. Können Sie sich noch an ein Projekt erinnern, das Sie sehr herausgefordert hat?
Ja! Ich sage aber nicht welches Label (lacht). Was ich aber sagen kann: Es war ein wirklich grosses Projekt. In einem ersten Schritt ging es darum, die Ideen zu pitchen. So kam ich also ebenfalls in die Schweiz, genauer nach Lausanne, wo das erste Meeting stattfand. Gut gelaunt und voller Tatendrang stellte ich schnell fest, dass ich gegenüber meinen Mitstreitern im Nachteil war. Denn das Thema war, eine Idee rund um die Stadt Venedig zu kreieren. Sie glauben es nicht – ich war die einzige Kandidatin, die noch nie in Venedig war! Das hat mich ganz schön aus der Bahn geworfen, und ich hatte grossen Respekt vor dieser Arbeit. Zurück in New York habe ich frisch von der Leber weg skizziert, und prompt – ich habe gewonnen! Wissen Sie, manchmal ist Kreativität viel näher, als man denkt. Ich kannte die Stadt nicht und liess mich einfach von dem inspirieren, was ich kannte – dem Wasser. Ich erzähle diese Geschichte gern, da sie spannend ist. 

Ring: Roségold with Aquamarine.

In der Mode sprechen wir momentan sehr oft über Eco Fashion oder Nachhaltigkeit. Sind diese Begriffe auch in der Welt des Schmuckes ein Thema?
Absolut! Bucherer steht mit seinem Namen auch für nach- haltig produzierten Schmuck. Die Firma pflegt schon seit vielen Jahren einen guten Kontakt zu den Steinlieferanten. Zudem wird auch recyceltes Gold benutzt. Wir machen damit aber keine Werbung, denn für Bucherer war das schon immer ein wichtiger Faktor und wird es auch immer bleiben.

Haben Sie einen Lieblingsstein?
Meine Lieblinge ändern sich immer wieder. Steine sind so faszinierend, und ich liebe alle, daher ist es schwierig, mich auf nur einen Stein festzulegen.

Sie haben schon erwähnt, dass die neue Kollektion durchaus auch das jüngere Publikum ansprechen soll. Welche Frau sehen Sie in Ihrer Kollektion?
Ich persönlich mag es nicht gern, Frauen zu kategorisieren. Ich möchte Schmuck für alle Frauen und Altersgruppen kreieren. Die "Peekaboo"-Frau ist aber bestimmt modern, feminin und verspielt. 
 

Die "Peekaboo"-Kollektion von Bucherer ist in den Läden erhätlich. Unter www.bucherer.ch ist die gesammte Kollektion zu entdecken, unten ein kleiner Sneak-Peek:

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Image Credits:
ZVG

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