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Ein Talent, das man kennen sollte: Anna of the North

Nach ihrer Zusammenarbeit mit Tyler, The Creator, hat die norwegische Künstlerin Anna of the North nun ein erstes eisiges Elektro-Pop-Album veröffentlicht. Ein Portrait einer Sängerin, welche die Kälte zur genüge kennt.
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Wie es der Name schon sagt, Anna Lotterud, die glasklare Stimme hinter Anna of the North, kommt aus dem Norden - genauer gesagt Gjøvik. Nachdem sie im Jahre 1989 das Licht der Welt erblickt,  wuchs sie in dieser kleinen norwegischen Stadt auf. Vor fünf Jahren beschloss sie, diese hinter sich zu lassen und auf die andere Seite der Welt zu ziehen - Australien. Dort traf sie auf einen anderen Auswanderer, den Neuseeländer Daniell Brady Smith, Produzent und Komponist, der sie neckisch "Anna of the North" nannte. Schliesslich beschliessen sie, ein gemeinsames Projekt zu starten und dieses nach diesem Spitznamen zu benennen; geboren aus ihrer Freundschaft und ihren musikalischen Affinitäten.

Mit berstenden Beats und Melodien auf dem Synthesizer unterstreicht das Musik-Duo den anmutigen Klang von Anna's Stimme, welche manchmal mit ihrer skandinavischen Intonation und der gedämpften Melancholie an Lykke Li erinnert. Durch ihre erste Single ("Sway", 2014) wurde sie von dem Kollektiv Odd Future entdeckt (zu welchem unter anderem Frank Ocean, Earl Sweatshirt und Tyler gehören). Diesen Sommer war Anna of the North eine der Features auf dem neuen Album von Tyler, The Creator.

Diese Werbung auf freundschaftlicher Basis gab ihr den Anstoß, Anfang September "Lovers", ihr Debüt-Album, zu veröffentlichen. Hergestellt zwischen Oslo, London und Kopenhagen wurden diese zehn Songs aus minimalistischem Elektro-Pop und den Schmerzen eines gebrochenen Herzens zusammengesetzt. Und doch ist es das Licht, welches in den Liedern schlussendlich triumphiert. Die Musik klingt wie eine galsklare Nacht, erhellt vom durchdringenden Nordlicht.

www.annaofthenorth.com

Album Lovers (Verschiedene Recordings/PIAS).

 

Fotograph: Jonathan Vivaas Kise

 

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