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Liya Kebede für das Kultparfüm von Calvin Klein

Raf Simons, der Kreativdirektor von Calvin Klein, widmet dem Kultparfüm des Labels eine neue Kampagne. Das Idealbild einer vertrauten Familie, gefangen in einem Schwarz-Weiss-Film: Jake Gyllenhaal und Liya Kebede, die als liebende Eltern mit ihrer entzückenden Tochter kuscheln, während eine Stimme aus dem Off ein zartes Gedicht von E.E. Cummings vorträgt.
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Für die Presse und die Werbeplakate zeigt das Visual in einer Nahaufnahme, wie alle drei sich in einem zeitlosen Moment des Glücks umarmen. Um Sanftmut, Güte und Liebenswürdigkeit zum Ausdruck zu bringen, hätte das Label keine bessere Wahl treffen können als Liya Kebede. Liya, die ihren Job als Model bereits seit 17 Jahren ausübt, ist zugleich vielbeschäftigte Mutter und engagierte Philanthropin. Sie gründete 2007 die Marke Lemlem, um die Arbeitsplätze der Weber zu erhalten, die in ihrem Heimatland Äthiopien immer seltener eine Stelle finden. Wir trafen sie letzten November in New York in einer Suite voller Rosensträussen. Das erinnert an das Parfüm, das sie nun repräsentiert, aber auch an die sanfte Atmosphäre der neuen Kampagnenbilder und in gewisser Weise auch an ihre Marke, denn in ihrer Mutter sprache bezeichnet "Lemlem" eine sich öffnende Blüte. 

Lyia Kebede und Leila, die in der Kampagne ihre Tochter darstellt, am Set für das Kampagnenvideo.

L’OFFICIEL Schweiz: "Eternity" ist seit seinem Erscheinen vor fast 30 Jahren ein Kultparfüm. Was bedeutet es für Sie persönlich?
Liya Kebede: "Eternity" ist für uns alle schon in jungen Jahren ein Teil unseres Lebens gewesen, ob nun die Herren- oder Damenvariante. Die Schule, die erste Liebe – das Parfüm weckt so viele Erinnerungen! Es ist ein sehr femininer, sehr frischer Duft, der das Bouquet von Rosen entstehen lässt.

Und auch dieses tiefe Gefühl der Liebe, das diese Bilder vermitteln?
Genau, ich glaube, dass jetzt dank dieser Bilder genau das mit dem Parfüm assoziiert wird. Das ist eine neue Art und Weise, es zu verstehen.

Es ist eine wunderschöne Kampagne! Waren Sie am Konzept beteiligt?
Ja, sie ist wirklich emotional sehr berührend! Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich beteiligt war, aber ich bin später dazugekommen. Die Idee kam eigentlich von Jake und Raf, und dieses Gedicht stellt dann die Beziehung zwischen uns allen her. Dazu kam dann noch das kleine Mädchen, Leila, und sie ist so süss. Sie wurde zum Mittelpunkt, um den sich diese Szene dreht.

 

"Die Eltern sind im Film nicht zusammen zu sehen, nur auf den Fotos. Es ist einfach ein Moment, ein kleiner, besonderer Moment. Das finde ich sehr poetisch und auch sehr modern."

Erzählen Sie uns etwas über diese Bilderbuchfamilie, die so ganz real erscheint.
Für mich ist es schlicht die Idee der Liebe in ihrer reinsten Form. Sie ist ewig, eine Verbindung über Generationen hinweg: Weder die Zeit noch irgendetwas sonst kann ihr etwas anhaben. Diese Reinheit habe ich vor allem bei der Arbeit am Film und den Fotos gespürt und ich empfinde sie jetzt wieder, wenn ich sie mir ansehe. Die Eltern sind im Film nicht zusammen zu sehen, nur auf den Fotos. Es ist einfach ein Moment, ein kleiner, besonderer Moment. Das finde ich sehr poetisch und auch sehr modern. Es ist gar nicht notwendig, von Besonderheit oder Diversität zu sprechen. Diese Familie ist einfach so, ihre Liebe überwindet alles. 

Sie sind sehr engagiert. Was haben Sie in den letzten zehn Jahren mit Lemlem erreicht?
Wir haben in Äthiopien angefangen und arbeiten jetzt mit Ateliers in Kenia, Madagaskar und Ruanda zusammen. Zu Beginn konnten wir 50 Menschen eine Arbeitsstelle bieten, jetzt arbeiten für uns mehr als 250 Menschen unter guten Bedingungen und zu fairen Löhnen. Wir haben bei der Qualität der Produktion eine unglaubliche Entwicklung miterlebt. Es ist eine Art Aufstieg für diese Weber, wenn sie mit neuen Farben, Formen oder Designs arbeiten. Sie lernen viel dazu, bringen bei uns in Sachen Kreativität aber auch enorm viel ein. Wir beschäftigen jetzt sowohl Männer als auch Frauen. Traditionell ist das Weben ein Männerberuf, während die Frauen die Baumwolle spinnen. Doch jetzt ermöglichen wir vielen Leuten eine Ausbildung, und das ist eines der Ziele unserer Stiftung: Kompetenzen zu fördern und diese Handwerker befähigen, auch für andere Häuser zu arbeiten. 

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Liya Kebede über ihre Stiftung, den Einsatz für die Nachhaltigkeit in der Mode und "fast fashion" in der März Ausgabe der L'OFFICIEL Schweiz.

www.calvinklein.com

 

Image Credits:
ZVG

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