Coco Mademoiselle: Rebellische Frische
Unwiderstehlicher, entschlossener und schelmischer als je zuvor verkörpert Keira Knightley "Coco Mademoiselle, Eau de Parfum Intense" von Chanel. Diese orientalisch frische, neue Version liebäugelt mit Patschuli und vermischt Zitrusfrüchte mit einer holzigen Note. In London trafen wir die Schauspielerin und Muse des meistverkauften Parfüms der Welt, die in einem demnächst geplanten Kinofilm die Schriftstellerin Colette spielen wird.
L’OFFICIEL: Was ist Ihre erste Geruchserinnerung?
Keira Knightley: Gute Frage... Ich denke, das muss der Geruch des Haarsprays von Elnett sein. Meine Grossmutter hatte eine typische Choucroute aus den 60er-Jahren. Sie verwendete den Spray jeden Tag.
Und diejenige, die mit der Maison Chanel zusammenhängt?
Meine Grossmutter und meine Mutter trugen Chanel No 5.
Wie würden Sie die neue Version von "Coco Mademoiselle, Eau de Parfum Intense" beschreiben?
(lacht und sprüht etwas Parfüm an ihr Handgelenk) Intensiv, das ist ein gutes Wort. Ähm... frisch... und gleichzeitig hat sie auch etwas Tieferliegendes... Tiefe! Da haben wir es! (lacht erleichtert)
Wenn Coco Mademoiselle eine Epoche wäre?
Das ist eine schwierige Frage. Chanel No 5 ist zweifellos klassisch. Ich würde es in die 50er-Jahre einordnen Aber das ist hier nicht der Fall. Es ist auch nicht wirklich von heute... Also würde ich sagen, dass es eine Erinnerung von gestern ist. Ja, das ist es, gerade von gestern!
... eine Persönlichkeit?
Das wäre natürlich Coco Chanel! Kurz gesagt! (lacht)
... eine Uhrzeit?
Sechs Uhr – nachmittags und morgens. Ganz am Anfang der Nacht und am Ende.
Wie würden Sie die Frau Coco Mademoiselle beschreiben?
Sie ist stark und einzigartig. Ich denke, dass sie vor allem auf der Suche nach ihrem eigenen Vergnügen und ihrer eigenen Art ist.
In welcher Epoche hätten Sie gern als Frau gelebt?
Oh Gott... In keiner! (lacht) Als Mann wäre das eine ganz andere Frage. Ich war schon immer fasziniert von der Zeit des Zweiten Weltkriegs und von den Frauen, die allein für ihre Familie verantwortlich waren und gleichzeitig arbeiten gingen.
Was halten Sie vom Erwachen des Bewusstseins über die Rechte und den Status von Frauen?
Es war an der Zeit! Die Time’s-Up-Bewegung setzt sich für den Schutz von Frauen in ihrem beruflichen Umfeld ein. Zur Arbeit gehen zu können, ohne belästigt oder missbraucht zu werden, ist eine absolute Notwendigkeit. Die Lohngleichheit ist immer noch nicht erreicht, jedoch ist dies auch ein absolutes Muss. Die Themen Sexualität, Vergnügen von Frauen und die Vorstellung, dass Frauen nicht nur da sind, um Männer zufriedenzustellen, sind faszinierende Themen, die es längst zu behandeln galt.
Was ist das Wichtigste, was Sie Ihrer Tochter beibringen möchten?
Im Moment versuche ich vor allem, ihr Höflichkeit beizubringen, "bitte", "danke"... (lacht) Sie ist erst zweieinhalb Jahre alt. Aber das Wichtigste ist das Verständnis von Einwilligung. Den Mädchen muss beigebracht werden, klar und nachdrücklich Nein zu sagen, damit sie es laut und deutlich sagen können.
Welche Frauen bewundern Sie?
Die amerikanische und feministische Schriftstellerin Rebecca Solnit und Autorin des Buches "Wenn Männer mir die Welt erklären". Ich liebe dieses Buch. Dann gibt es auch die geniale Laura Bates, die den Blog Everydaysexism.com über tagtäglichen Sexismus geschaffen hat. Und schliesslich die britische Politikerin Stella Creasy, die den Sexismus in der Politik anprangert.
Welches sind die Frauen, die Sie inspirieren?
Zum einen natürlich die Schriftstellerin Colette, die ich in einem Film von Wash Westmoreland verkörpere, der auch bald in die Kinos kommt. Aber auch Coco Chanel. Beides sind Frauen, die ihr eigenes Leben ohne Zugeständnisse gelebt haben. Sie verhalten sich nicht immer moralisch korrekt, sind aber unbestreitbar beeindruckend.
Lesen Sie das gesamte Interview in der Sommer-Ausgabe der L'OFFICIEL Schweiz.
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